s'Pfarrzentrum - Haus der BegegnungenKirchplatz 16971 Hard
Dass man das Leben genießen und zelebrieren soll, findet sich auch in der Tradition des Totenmahls wieder. Üblicherweise finden sich die Menschen nach einer Beerdigung in der Nähe zusammen, um gemeinsam zu essen, zu trinken, Schmäh zu führen und zu lachen. Denn die Trauernden erzählen Geschichten über die:den Verstorbene:n, tauschen Erinnerungen aus und feiern deren:dessen Leben. In seiner Einfachheit wirkt das Totenmahl – der Leichenschmaus – unserer Zeit fast schon bieder. Von den ausufernden Banketten und Gelagen, wie sie vor Jahrtausenden üblich waren, ist nicht mehr viel übriggeblieben.
Vielen mag der emotionale Schwenk von der Trauer zur Feierei widerstreben. Dabei ist der Akt ein wichtiger Übergangsritus für die Trauernden: Er symbolisiert Normalität. Es ist der erste Schritt für Angehörige, wieder in den Alltag zu gelangen.